Seit dem 19. April sind Partner örtlicher NGOs in Las Pavas und machen sich ein Bild von der dortigen Situation. Recherchen zu den rechtlichen Gegebenheiten folgen. Unter anderem klären unsere Beauftragten mit verschiedenen Einrichtungen und Bürgerinitiativen, wie es sich mit der in der Fernsehsendung gezeigten Lage verhält. Ende Mai werden wir einen umfassenden Bericht erhalten, der auch die agrarfachlichen Fragen eines ökologisch verträglichen und nachhaltigen Ölpalmenanbaus enthalten wird.
OK, die sind Stand heute acht Tage vor Ort und machen sich ein Bild. Ich gehe mal davon aus, dass es in nächster Zeit dazu bei Alnatura ein Update zur Situation geben wird. Bisher sieht ja alles nach ernsthafen Bemühungen aus.
Ich hatte ja schon einge Male über zukunftsweisende Technologien geblogged und heute kommt wieder was. Diesmal geht’s um des Deutschen liebstes Statussymbol: Das Auto.
Bin da auf etwas aufmerksam geworden, was mein Herz doch sehr erfreut: Das erste Elektro-Auto, das nicht nach moderner Seifenkiste aussieht und in Serienproduktion ist, der Nissan LEAF.
Das letzte Mal, dass ich einen elektrisch angetriebenen Familienwagen gesehen habe, war das glaube ich in einem Cyberpunk-Anime. So schnell holt einen die Zukunft also ein.
Ich mache mich mal über den Nissan LEAF schlau und poste dann nochmal. Was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir, muss ich zugeben.
Mal sehen, ob das nach dem zweiten Blick auch noch so ist. Nissan hat aber schon mal bei mir einen Vorteil, weil es eine japanische Firma ist und sie seit neuestem eine grüne Firmenpolitik betreiben. Da passt der LEAF natürlich ins Bild.
Jetzt bin ich aber überrascht. Anfang diesen Monats (genauer am 10. April, wenn ich mich nicht verlesen habe) hat bei unseren Freanzösischen Nachbarn der erste grüne Freizeitpark Europas (weltweit?) seine Pforten geöffnet.
Terra Botanica (Homepage leider bisher nur auf Französisch) liegt in der Nähe von Angers und der Name ist Programm. Alles ist sehr grün, sehr bepflanzt und garantiert ökologisch. Im Prinzip ein riesiger Botanischer Garten auf 110.000 Quadratmetern. Kletterbäume und ähnliches soll’s auch geben und es würde mich nicht wundern, wenn die auch ein massives Heckenlabyrinth hätten (das ist jetzt aber nur Spekulation meinerseits).
Ich hoffe, die sind noch eine Weile offen und gehen nicht gleich Pleite, ich will da nämlich mal mit meiner Familie hin…
Green Man empfielt: Terra Botanica
Hier noch ein Video, dass einige Einblicke in den Park bietet. Es ist ebenfalls auf Französisch et mon Français et trés mauvais…
Die folgende Pressemitteilung fand sich heute in meiner Mailbox:
Das Plastik Problem
Wie Grüne Erde seit Jahren erfolgreich den Plastikmüll minimiert
Spätestens seit dem Film Plastic Planet ist das Thema Plastikmüll in das Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Grüne Erde verpackt seit 2007 textile Produkte in Bioplas- tikfolien aus Maisstärke.
Rund 6 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen laut UNO Berichten jährlich über Flüsse in die Ozeane. Gesundheitsschädlich sind die Kunststoffe und die enthaltenen Weichmacher oder Farbmittel aber nicht nur für Meerestiere – auch im menschlichen Körper können sie sich anrei- chern und Schaden anrichten.
Grüne Erde hat diese Problematik schon lange erkannt und sich intensiv mit dem Thema Verpa- ckungsmaterial auseinandergesetzt. Denn das Material muss nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch zahlreichen Normen entsprechen, funktionell, reißfest, handhabbar und bezahlbar sein. Aus diesem Grund wurden die textilen Produkte von Grüne Erde lange Zeit in Papier ver- packt – Plastikfolie kam nie in Frage. Die Nachteile des Papiers lagen auf der Hand – die Ware war nicht sichtbar und es war keine ausreichend hohe Reißfestigkeit gegeben.
Seit April 2007 werden Grüne Erde Textilien, wie Kissen, Decken und Bettwäsche in einer Folie aus Maisstärke verpackt. Die Folie ist ein Biokunststoff auf der Basis von Mais. Mit einem spe- ziellen Behandlungsverfahren entsteht aus den Maiskörnern eine zähe Masse, die zu Granulat zerkleinert wird. Daraus lassen sich Kunststoffe mit verschiedenen Eigenschaften herstellen, sogar Mobiltelefone aus Bioplastik gibt es schon. Die Grüne Erde Verpackungsfolie ist aus nachwachsenden, heimischen Rohstoffen hergestellt und komplett biologisch abbaubar. Grüne Erde Postpakete werden mit Papierklebeband verschlossen, als Füllmaterial wird gekräuseltes Packpapier verwendet. Umreifungsbänder aus Plastik stehen dank Kartonagen mit Grifflöchern ebenfalls kurz vor der Ausrottung.
Dennoch: Die ungiftigen, abbaubaren Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffen sind nur ein Schritt des konsequent ökologisch ausgerichteten Unternehmens aus Österreich. Nachhaltiges Konsumverhalten ist der nächste: Papier- statt Plastiktüte, stilvolle Holzrahmen statt Kunst in Kunststoff und Getränke aus Gläsern und Flaschen. Klingt irgendwie selbstverständlich, oder?
So, hört sich ja sehr gut an.
Jetzt werde ich aber mal das machen, was Green Man immer bei so einer Gelegenheit tut: Nachsehen, ob auch alles stimmt, was da behauptet wird. Mal sehen, ob Grüner Erde hält, was sie versprechen.
Wie schön! Nachdem ich hier erwähnt habe, dass meine Frau und ich Eltern werden, hat sich doch prompt der Natur Baby Shop bei mir gemeldet. Das finde ich doch mal richtig schön.
Das Angebot, dass der natur Baby Shop zu bieten hat, kann sich sehen lassen und die Philosophie von Daniel und Barbara ist wirklich unterstützenswert!
Was sie mir persönlich auch noch sympathisch macht: Sie haben Zwillinge! Da kann ich nur sagen: Viel Glück! Ich weiß zwar nicht, wie es ist, Zwillinge groß zu ziehen, ich weiß aber wie es ist mit einem Zwilling aufzuwachsen.
Ich werde den Baby Natur Shop zu einem späteren Zeitpunkt (wahrscheinlich am Wochenende) nochmal genauer vorstellen, jetzt läuft mir leider die Zeit davon.
Da bin ich gerade auf etwas aufmerksam geworden, das mich ganz besonders erfreut.
Zur Info: Meine Frau und ich werden ca. Ende August Eltern.
Zurück zum Thema: Beim Stöbern durchs Netz bin ich auf ein Label gestoßen, das sich auf Mode, Speziell Kindermode, aus Biobaumwolle spezialisiert hat.
Die Jungs und Mädels nennen sich tgkp und ihre Webseite startet laut Ankündigung im Mai. Da werde ich doch Mai/Juni mal vobeischauen und mir ansehen, was die so zu bieten haben und was das denn kostet.
Peter Brabeck-Letmathe steht nicht gerade weit oben auf meiner Liste von Leuten, die ich mit “Nachhaltigkeit” in Verbindung bringe.
Seine Aussagen in der Dokumentation “We Feed the World” sind in meinen Augen unmenschlich und verabscheuenswürdig. Umso mehr hat mich das nachfolgende Video überrascht:
Brabeck-Letmathe pro Nachhaltigkeit? Hat er eine Epiphanie erlebt? Oder reitet er nur auf der Welle der Wirtschaftskrisen-Kapitalismus-Kritiker?
Ehrlich gesagt bin ich nicht von der vollständigen Ehrlichkeit seiner Worte überzeugt, ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Beginnen will ich mal mit einem Video einer Initative zum Thema Nachhaltigkeit des Verbraucherzentrale Bundesverbandes:
Dem kann ich nur so zustimmen. Nachhaltigkeit beginnt in den eigenen vier Wänden und in diesem Falle in der Küche und beim Einkauf.
Als nächstes ein kurzes Video von Siemens, ebenfalls zum Thema Nachhaltigkeit:
Ich mag Siemens grundsätzlich. Mein erstes Handy war schließlich von Siemens… Allerdings bin ich mir bei den Global Players nie so sicher. Das es da draußen einen Konzern gibt, der aus Sicht des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit nicht irgendwie ein paar Leichen im Keller hat, muss man mir erst noch beweisen. Aber: Ich kann ja immer noch hoffen, dass Siemens wirklich zu dem steht, was in dem Video gesagt wird und auch zu dem, was da als Message voll rüber kommt.
Ich hatte ja angekündigt, dass ich an der Sache mit Daabon dran bleibe. Nachdem Alnatura schon auf meinen ersten Beitrag so rasch reagiert hatte, dachte ich mir, ich informiere mich dort über den weiteren Verlauf der angekündigten Untersuchungen.
Von Alnatura erhielt ich auf meine Anfrage die folgende Antwort:
Wir haben einen unabhängigen Fachmann, der gute Kontakte zu einigen NGOs in Kolumbien und dort selbst einige Jahre gelebt hat und der im Agrarbereich tätig ist, mit der Aufarbeitung der Vorwürfe beauftragt. Außerdem ist einer unserer Herstellerpartner, der vor Ort schon seit Jahren stark engagiert ist, an der Sache dran, fährt kommende Woche nach Kolumbien. Insofern kann ich aktuell mitteilen “wir sind dran”, aber es gibt noch keine abschließenden Befunde.
Alnatura hat zudem sämtliche Herstellerpartner, die in den Alnatura Produkten mit der Zutat Bio-Palmöl arbeiten, außerdem Importeure, für Juni zu einer Konferenz nach Bickenbach eingeladen; bei dem Termin wird es um das Verabreden von Kriterien über die Anforderungen des Bio-Landbaus hinaus gehen und um das gemeinsame Erschließen weiterer Bezugsquellen gemäß den verabredeten Kriterien.
Auf unserer Website informieren wir jeweils, sobald etwas Neues zu berichten ist.
Freundliche Grüße
Manon Haccius
OK, das ist doch schon mal etwas wert. Jetzt warte ich also, bis die einberufene Konferenz vorüber ist und weitere Mitteilungen zum Daabon Skandal auf der Website von Alnatura veröffentlicht werden.
Es ist aber schon mal schön zu sehen, dass etwas unternommen wird.
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